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Hausverkabelung mit VDSL

KB-2261   |   Konfigurationsbeispiel   |   Erstellt am 03.08.2007   |   Letzte Aktualisierung: 14.09.2018

Während ADSL-Frequenzen bis zu 1,1 MHz nutzen (ADSL 2 bis 2,2 MHz), erstreckt sich das Frequenzband von VDSL auf bis 30 MHz. Je höher die Übertragungsfrequenzen liegen, desto stärker werden sie von physikalischen Faktoren beeinflusst. Die hohen Frequenzen fordern ihren Tribut: Die Anforderungen an die Verkabelung sind wesentlich enger gesteckt.

Der Typ und die Länge des für das VDSL-Signal verwendeten Kabels beeinflussen die maximal mögliche Bandbreite massgeblich. Während den Providern relativ genaue Informationen über die zu den Hausverteilern verlegten Kabel vorliegen, entzieht sich die Hausverkabelung einer Beurteilung aus der Ferne.

Vom DSLAM bis zum VDSL-Splitter muss das Signal zwingend über ein verdrilltes Adernpaar geführt werden. Zudem dürfen keine zusätzlichen Abzweigungen oder Stichleitungen aufgeschaltet sein, da diese am offenen Leitungsende Signale reflektieren oder einer Antenne gleich Störungen auffangen können. Zwar werden bei Neubauten seit rund 20 Jahren entsprechende Kabel eingezogen. Um Überraschungen vorzubeugen, lohnt sich eine Prüfung im Vorfeld einer Installation trotzdem.

VDSL setzt die Verwendung eines Splitters sowohl bei ISDN, als auch bei analoger Telefonie voraus. Der Splitter muss an einer Stelle installiert werden, an welcher alle Telefonanschlüsse zusammengeführt sind. Somit dürften sich vorwiegend folgende Szenarien ergeben:

1. ISDN-Splitter: Generell gestaltet sich die Integration in ISDN-Umgebungen leichter. Der VDSL-Splitter wird vor dem NT in den U-Bus eingesetzt. Über einen dritten Anschluss wird das VDSL-Signal dem Router zugeführt. Die analog- oder ISDN-Verkabelung bleibt üblicherweise unangetastet.



2. Analog-Splitter: Etwas kniffliger erweist sich die Installation des Analog-Splitters am präferierten Routerstandort. Eine saubere Lösung ist erst mit dem Einziehen eines zusätzlichen vieradrigen Kabels (U72, Sternvierer) vom Verteiler am Hauseingang zum Splitter möglich. Dabei wird über das erste Adernpaar das von der Zentrale kommende Telefon/VDSL-Signal zum Splitter und dann das gefilterte Telefonsignal über das zweiten Adernpaar zurück zum bestehenden Verteilpunkt für die Telefonie geführt. Der VDSL-Ausgang des Splitters wird direkt mit dem DSL-Eingang des Routers verbunden.

 

 

Für analoge Installationen steht bei guter Signalqualität ev. eine weitere Möglichkeit offen. Der Artikel VDSL-Installation mit Filtern erläutert die Voraussetzungen und Installations-Details.

 

Während bei ADSL die Inbetriebnahme des Endgeräts weitgehend vom Kunden vorgenommen werden konnte, ist für eine saubere VDSL-Installation in den meisten Fällen der Miteinbezug eines Fachmanns empfehlenswert.