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Was Sie zum Thema IP-Adressplan wissen sollten

KB-3786   |   Wissen   |   Erstellt am 10.07.2018   |   Letzte Aktualisierung: 14.09.2018

Im Bereich der Informatik werden IPv4-Adressen in die fünf Klassen A, B, C, D und E unterteilt. Jede Klasse umfasst einen Bereich von IP-Adressen mit einer bestimmten standardmässigen Subnetzmaske.


KLASSE

Startadresse

Endadresse

Standardmaske

A

0.0.0.0

127.255.255.255

255.0.0.0

B

128.0.0.0

191.255.255.255

255.255.0.0

C

192.0.0.0

223.255.255.255

255.255.255.0

D

224.0.0.0

239.255.255.255

nicht definiert

E

240.0.0.0

255.255.255.255

nicht definiert


Die Adressen der Klasse D werden unterdessen für die Multicast-Kommunikation verwendet, und die Adressen der Klasse E sind der IANA (Internet Assigned Numbers Authority) vorbehalten. Aus diesem Grund werden sie nicht in lokalen Netzwerken verwendet.


Warum unterscheidet man private und öffentliche Adressen?

Als Adressen für lokale Netzwerke kann nur ein Teil der Adressen aus den Klassen A, B oder C verwendet werden.


Um Konflikte mit den Adressen zu vermeiden, die im Internet verwendet werden (öffentliche Adressen), sollte in der Praxis nur ein bestimmter IP-Bereich pro Klasse genutzt werden, der lokalen Netzwerken (Privatadressen) vorbehalten ist.


KLASSE

IP-Bereich

A

10.0.0.0 – 10.255.255.255

B

172.16.0.0 – 172.31.255.255

C

192.168.0.0 – 192.168.255.255


Hier kann man beispielsweise sehen, dass auf den meisten Netzwerkgeräten (Box, Router, Switch) standardmässig eine Adresse aus der Klasse C verwendet wird: 192.168.1.1


Und wenn ich einen anderen Adressplan als die sonst üblichen verwenden möchte?

In der Tat erkennt man schnell, dass bei der Mehrheit der Netzwerke (insbesondere Heimnetzwerke) eine Adresse aus dem Bereich 192.168.1.x verwendet wird. In den meisten Fällen stellt dies kein Problem dar. Aber bei bestimmten Konfigurationen (z.B. Konfiguration eines Site-to-Site-VPN-Netzwerks) sollten andere Adresspläne verwendet werden.


Man könnte dazu neigen, einen aussergewöhnlichen Adressplan zu wählen, um etwas Besonderes zu benutzen oder einfach um einen Adressplan zu verwenden, der sich leichter merken lässt (z.B. 200.3.45.x oder 100.100.100.x). Dabei sollte man aber bedenken, dass es bei der Verwendung von Adressen, die nicht zum Adressbereich der Privatadressen gehören, zu Konflikten mit der IP-Adresse einer Website kommen kann.


Zudem ist es aufgrund der Unterteilung in einen öffentlichen und privaten Adressbereich möglich, die IP-Adressen optimal zu nutzen. Um im Internet zu surfen, ist es unbedingt notwendig, eine öffentliche IP-Adresse zu verwenden (private IP-Adressen können im Internet nicht weitergeleitet werden). Das bedeutet, dass theoretisch jedes angeschlossene Gerät über eine eigene öffentliche IP-Adresse verfügt.


Im Zuge der Weiterentwicklung im Bereich der Informatik besitzt fast jeder üblicherweise einen Computer oder ein Mobiltelefon. Die Zahl der nutzbaren IP-Adressen ist jedoch begrenzt und deshalb ist es nicht möglich, jedem Gerät mit Internetzugang eine oder sogar mehrere IP-Adressen zuzuweisen. 


Mit einem privaten IP-Bereich lassen sich mehrere Geräte unter einer einzigen öffentlichen IP-Adresse zusammenfassen. So wird nur der Internet-Gateway (z.B. Anbieterbox) eine öffentliche IP-Adresse zugewiesen.