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Netzwerktipps rund um IPTV

Verteilung von IPTV-Daten über das Internet Group Management Protokoll IPTV stellt spezielle Anforderungen an die verwendete Hardware.
KB-3496 | Zuletzt geändert: 27.07.2018
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Netzwerktipps rund um IPTV, 374 KB

Verteilung von IPTV-Daten über das Internet Group Management Protokoll

IPTV stellt spezielle Anforderungen an die verwendete Hardware. Das IGMP-Protokoll (Internet Group Management Protokoll) stellt eine effiziente Verteilung der IPTV-Datenpakete sicher. Spezielle Gruppierungs-Benachrichtigungen steuern den Multicast-Stream so, dass jede beteiligte Netzwerkkomponente vom Provider bis zur STB (Set-Top-Box) weiss, welche Ports die Daten des ausgewählten Kanals benötigen. Wird ein TV-Stream von mehreren Ports angefordert, werden die Datenpakete am entsprechenden Knotenpunkt nach Bedarf dupliziert. Dadurch muss der Provider die Daten nicht für jede STB einzeln senden, was eine enorme Datenmenge verursachen würde, die Daten werden vielmehr auf dem Weg zu den Boxen vervielfacht.

 

Zyxel Produkte, die IGMP unterstützen

Router

  • SBG3300- / SBG3500- / SBG3600 Series
  • VMG8924
  • P-870H / P-870HN
  • FMG3024 / FMG3025

Aktuelle IPTV-Angebote setzen mindestens IGMP v2 voraus. Alle VDSL-Router von Zyxel unterstützen IGMP v2, benötigen aber zum Teil eine entsprechende Konfigurationsanpassung.

Firewall

  • ZyWALL 110/310/1100
  • USG40/60/110/210/310/1100/1900

Für den IPTV-Einsatz muss IGMP konfiguriert werden

Switch

  • GS1900/GS1910/GS1920 Series
  • GS2200/GS2210 Series

Für den IPTV-Einsatz muss IGMP konfiguriert werden

WLAN-Bridge

  • WAP5605

Powerline

  • PLA5205 / PLA5215

 

Switches mit IGMP-Support

Kommen im lokalen Netz zusätzliche Switches zum Einsatz, müssen auch diese IGMP unterstützen. Einfache, nicht konfigurierbare Switches verteilen die Multicast-Daten mangels Lernfähigkeit auf alle Ports. Mit aktivem IGMP-Snooping lauscht ein zwischen Firewall und Set-Top-Box geschalteter Switch mit und lernt so, auf welchen Ports die Multicast-Daten benötigt werden. Unbeteiligte Verbindungen bleiben von der unnötigen Zustellung der nicht unerheblichen Datenmengen verschont. Speziell Access-Points gehen ansonsten schnell in die Knie, da die unnötigerweise verteilten Daten schnell die gesamte WLAN-Bandbreite ausschöpfen.

 

Hinweise zu diversen Provider-Routern

Swisscom Centro Piccolo & Grande

Bei den Routern Centro Piccolo und Centro Grande von Swisscom lässt sich eine IP-Weiterleitung aktivieren. Dies ermöglicht, hinter dem Router ein eigenes Netzwerk mit einer USG-Firewall zu erstellen. Dabei erhält die Firewall via DHCP die öffentliche IP-Adresse des Centro-Routers. Die TV-Set-Top-Box lässt sich mit dieser Einstellung nur parallel zur Legacy-USG-Firewall betreiben. Mit der USG110 – stellvertretend für die Next- Gen-Serie – funktioniert der TV-Service auch hinter der Firewall. Alle Netzwerkkomponenten zwischen Provider-Router und Set-Top-Box – also auch eingesetzte Switches – müssen dazu mindestens IGMPv2 unterstützen.

 

Werden die integrierten Telefonanschlüsse des Centro Piccolo und Centro Grande nicht genutzt, lassen sich die Router bei Bedarf durch eine einfache VDSL-Bridge (z. B. ein Zyxel P870H im Bridge-Mode) ersetzen. Eine Firewall der Next- Gen-Serie mit aktivierter IGMP-Unterstützung übernimmt die Vermittlung zwischen Multicast- Infrastruktur und Set-Top-Box.

Swisscom Centro Business

Dem Router Centro Business fehlt die Möglichkeit zur IP-Weiterleitung, dafür bietet er ein PPPoEPass- through. So konfiguriert, leitet der Router das PPPoE-Protokoll über den Port LAN1 weiter. Mit dem WAN-Interface am LAN1 angeschlossen und für PPPoE eingerichtet, erhält die USG direkt die öffentliche IP-Adresse. IP-Telefonie und IPTV verbleiben am Business-Router, während die übrige Netzwerkinfrastruktur über die USG betrieben wird. Die öffentliche IP-Adresse am WANPort der USG vereinfacht das Einrichten von VPN und Virtual-Servern.

Swisscom Internet-Box

Die Internet-Box von Swisscom unterstützt keinen Bridge-Modus und keine IP-Weiterleitung. Eine DMZ-Funktion leitet sämtliche Verbindungsanfragen aus dem Internet an die aufgeführte IPAdresse im LAN weiter. VPN und Virtual-Server lassen sich so unter Berücksichtigung des doppelten NATs dennoch einrichten. Ein Ersatz der Internet- Box durch einen anderen Router ist laut Aussage des Providers aus Provisionierungsgründen zurzeit nicht vorgesehen.

Sunrise TV

Die Set-Top-Box von Sunrise TV benötigt zur Kontaktierung der IPTV-Server-Infrastruktur zwingend Provisionierungsdaten. Diese erhält sie nur in Kombination mit der vom Provider gelieferten Fritzbox. Für eine Verteilung im lokalen Netz bieten sich die einfachen, web-gemanagten Switches der Zyxel GS19xx-Serie, aber auch die voll-managebaren Switches der Zyxel GS22xx-Serie an.

 

Die Informationen im PDF-Anhang gelten für die IPTV-Lösung der Provider Sunrise und Swisscom, welche auf IGMP v2 aufsetzen. IPTV-Lösungen wie Zattoo, Wilmaa oder Teleboy nutzen normale Datenübertragungen. Sie sind nicht so effizient, dafür weniger anspruchsvoll an die technischen Voraussetzungen.